So funktioniert dieser Ghosting Test
Tippe auf Bewegungstest starten, und drei Streifen laufen mit fester Geschwindigkeit von links nach rechts. Der obere Streifen trägt ein kontrastreiches Schild, an dem du siehst, wie scharf bewegter Text bleibt. Der mittlere zeigt dünne senkrechte Linien auf Dunkelgrau, das klassische Muster für Ghosting- und Overdrive-Schlieren. Der untere schiebt graue Kästen über einen mittelgrauen Hintergrund; dort fällt inverses Ghosting (helle oder dunkle „Korona“-Ränder) sofort auf.
Wähle als Geschwindigkeit 480, 960 oder 1920 px/s. Während sich die Streifen bewegen, misst die Seite die Abstände zwischen den Animations-Frames der letzten zwei Sekunden und zeigt die Gemessene Bildwiederholrate, die Pixel pro Frame (Geschwindigkeit ÷ Hz) und den Anteil Verlorene Frames. Gehen weniger als 5 % verloren, bestätigt die Ergebniskarte eine flüssige Bewegung – Unschärfe, die du dann noch siehst, stammt vom Panel und nicht vom Browser. Mit Vollbild blendest du alles andere aus. Wenn du TestUFO von Blur Busters kennst: Das hier ist ein ähnlicher Test im UFO-Test-Stil. Alles läuft lokal im Browser, nichts wird hochgeladen.
So liest du das Ergebnis
- Scharfe Kanten. Folge einem Objekt mit den Augen. Bleibt das Schild lesbar und die Kante klar, ist die Unschärfe gering.
- Verwischte Kanten. Eine weiche, gezogene Kante ist Bewegungsunschärfe. Auf LCD- und OLED-Bildschirmen wächst sie mit den Pixeln pro Frame: 1920 px/s sehen bei 60 Hz deutlich unschärfer aus als bei 144 Hz.
- Blasse Kopien hinter den Linien. Das sind Ghosting-Schlieren durch langsame Pixelreaktion. Bei VA-Panels sind sie in dunklen Übergängen meist am stärksten.
- Helle oder dunkle Ränder an den grauen Kästen. Das ist Overshoot, auch inverses Ghosting oder Korona genannt – Overdrive ist zu hoch eingestellt.
- Mehr als 5 % verlorene Frames. Die Bewegung ruckelt, und der Test ist nicht aussagekräftig. Schließe schwere Tabs und versuche es erneut.
Ein Handyfoto mit kurzer Belichtungszeit (Sport- oder Serienbildmodus) zeigt Schlieren oft deutlicher als das bloße Auge.
Ghosting und Bewegungsunschärfe reduzieren
- Höchste Bildwiederholrate einstellen. In Windows unter Einstellungen → System → Anzeige → Erweiterte Anzeige den höchsten Wert wählen; am Mac Systemeinstellungen → Displays → Bildwiederholrate. Prüfe das Ergebnis mit dem Hz-Test für Monitore.
- Overdrive im Monitormenü anpassen. Die Option heißt oft Overdrive, Reaktionszeit, Trace Free oder OD. Nimm die Stufe mit den kürzesten Schlieren im mittleren Streifen und ohne helle Ränder im unteren; die höchste Stufe ist selten die beste.
- VRR aktivieren. Schalte G-SYNC, FreeSync oder Adaptive Sync im Monitor und in der Systemsteuerung der Grafikkarte ein. Manche Monitore ändern Overdrive mit der Bildrate, teste also erneut bei der Framerate, mit der du spielst.
- Backlight-Strobing (MPRT) ausprobieren. Modi wie ULMB, DyAc, ELMB oder MPRT lassen die Hintergrundbeleuchtung blinken und verringern Sample-and-Hold-Unschärfe, kosten aber Helligkeit und flimmern manchmal.
- Bewegungsglättung und Energiesparen ausschalten. Deaktiviere die Zwischenbildberechnung von Fernsehern, nutze den PC- oder Spielemodus und schließe den Laptop ans Netzteil an, denn im Energiesparmodus kann der Browser auf 60 Hz begrenzt sein.
Warum du Ghosting und Unschärfe testen solltest
Reaktionszeiten im Datenblatt werden unter Idealbedingungen gemessen und sagen wenig darüber, wie ein Panel in Bewegung aussieht. Ein kurzer Sichttest zeigt, ob ein neuer Monitor in dunklen Szenen schmiert, hilft dir bei der Wahl der besten Overdrive-Stufe und lässt dich Bildschirme vergleichen, bevor die Rückgabefrist abläuft.
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein UFO Test?
UFO Test ist die gängige Bezeichnung für Tests mit bewegten Objekten wie TestUFO von Blur Busters. Diese Seite ist ein ähnlicher Test: Objekte bewegen sich mit fester Geschwindigkeit, damit du Bewegungsunschärfe und Ghosting deines Bildschirms beurteilen kannst.
Was ist der Unterschied zwischen Bewegungsunschärfe und Ghosting?
Bewegungsunschärfe ist eine weiche, verwischte Kante, die vor allem daher kommt, wie lange jedes Bild stehen bleibt. Ghosting ist eine blasse Kopie hinter dem Objekt, weil die Pixel ihre Farbe zu langsam wechseln.
Was bedeutet Pixel pro Frame?
Das ist die Geschwindigkeit geteilt durch die Bildwiederholrate. Je weniger Pixel ein Objekt pro Frame springt, desto schärfer wirkt es, deshalb verringern höhere Hz die Unschärfe.
Welche Overdrive-Stufe sollte ich nutzen?
Die Stufe mit den kürzesten Schlieren im mittleren Streifen, ohne helle oder dunkle Ränder um die grauen Kästen. Bei vielen Monitoren ist das die mittlere und nicht die höchste Stufe.
Warum zeigt der Test verlorene Frames?
Der Browser hat Frames ausgelassen, meist wegen schwerer Tabs, Energiesparmodus oder eines Hintergrundfensters. Ab 5 % ruckelt die Bewegung; schließe andere Apps, schließe das Netzteil an und miss erneut.
Misst der Test die Reaktionszeit in Millisekunden?
Nein. Ein Browser kann die Pixelreaktion des Panels nicht direkt auslesen. Der Test misst Bildwiederholrate und verlorene Frames, Unschärfe und Ghosting beurteilst du mit dem Auge oder per Foto.
Wird etwas hochgeladen?
Nein. Animation und Messung laufen vollständig im Browser, und keine Bilder oder Daten verlassen dein Gerät.